17. März 2007

Schnellkurs Visualisierung

Aufgrund meiner Gegenüberstellung Ultramind versus Hypnose bekam ich heute einige Fragen zum Thema Visualisierung und Imagination zu hören.
Sehr häufig taucht die Frage auf: „Kann ich die Ultramind–Übungen überhaupt benutzen, wenn ich nicht visualisieren kann?“ –
Klare Antwort: Ja, denn Du kannst visualisieren! Jeder kann das!

Gehörst Du auch zu den Menschen, die glauben, sie könnten nicht visualisieren?

Nun das könnte vielleicht an dem Wort „Visualisierung“ liegen. (abgeleitet von lateinisch: videre = sehen) Durch die Herkunft dieses Wortes ist natürlich jeder zunächst geneigt zu glauben, dass visualisieren = sehen bedeutet.
Definition Wikipedia: „Visualisierung ist eine Übung, in der bestimmte Vorstellungsbilder konzentrativ und imaginativ hervorgerufen werden.“

Und damit liegt Wikipedia schon ziemlich gut. Also mit „sehen“ an sich hat Visualisieren erst mal nicht viel zu tun.

Folgende fünf Sinne stehen Dir in der objektiven, physischen Welt zu Verfügung:
visuell – das Sehen
auditiv – das Hören
olfaktorisch – das Riechen
gustatorisch – das Schmecken
taktil – das Fühlen
(in der subjektiven Dimension stehen Dir weitere Sinne zur Verfügung)

Und da wir Menschen glücklicherweise alle verschieden „ticken“ – setzen wir auch unsere sinnesorganischen Fähigkeiten verschieden ein.
Während es dem Einen sehr leicht fällt, Bilder mit seiner Vorstellungskraft herbeizuzaubern, kann ein anderer sich besser am Geruch oder Geschmack orientieren.

Beispiel: Stell Dir eine Orange vor:
Zunächst wirst Du versuchen das Bild einer Orange in Deiner Vorstellung auftauchen zu lassen. – Solltest Du kein Bild erhalten, versuche Dir vorzustellen, welches Geräusch entsteht, wenn Du in ein Orangenstück beisst, wenn Deine Zähne das weiche Fruchtfleisch berühren – versuche eine Orange zu riechen und stell dir vor, wie sie schmeckt und wie es sich anfühlt, wenn Du eine Orange berührst.

Sei ganz präzise in Deiner Vorstellung. Benutze all Deine Sinne dafür und schon wird Dein Gehirn reagieren und auch das visuelle Bild Deiner Vorstellung hinzufügen.

Tipp: Beginne mit einfachen, statischen, also nicht bewegten Bildern und versuche Dich erst später an komplexen Szenen.

Wenn Du mit Deiner Vorstellungskraft ein wenig herumexperimentierst gelingt es Dir bald, schnell und unkompliziert bekannte – aber auch unbekannte Bilder vor Deinem geistigen Auge entstehen zu lassen.

Wozu taugt die Visualisierung eigentlich?
Wie immer ist die Antwort einfach:

Alles was Du Dir vorstellen kannst – kann wahr werden!

Besser und besser,
Gaba

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Prima Gaba,
mit einfachen Worten auf den Punkt gebracht. Ich habe das gleich einem Freund von mir gesandt, der mit dem Visualisieren etwas Schwierigkeiten hat....
Danke!
Liebe Grüße
dragstar

Gabaretha hat gesagt…

Hallo dragstar,
vielen Dank für Deine Anerkennung!
Ich freue mich sehr darüber.
Alles Liebe,
Gaba

Anonym hat gesagt…

Hallo Gaba ! :-)
Ich wusst nicht wo ich mein Kommentar eintragen sollte, deshalb habe ich mich für hier entschieden. :-) Ich bin per "Zufall" auf Deinen Blog gestoßen und ich bin echt begeistert!
Ich war auf der Suche nach Visualisierungsübungen und bin bei Dir fündig geworden und fand noch vieles mehr.
Ich finde es ganz ganz toll was Du dem Suchenden an wertvollen fundamentalen Informationen vermittelst. Obs nun Meditationen, universelle Gesetze, Gesundheit oder ähnliches ist, DAS sind die Informationen die der Suchende benötigt. MACH IMMER WEITER SO, solche aktiven Seelen wie Dich kann der Suchende gut gebrauchen.

Ich wünsche Dir das Schönste und Beste auf Erden. :-)

Ich werde nun häufiger zu Besuch kommen ;-) setz schon mal Kaffee auf.... ;-) *zwinker*

Gruß Alexander

Gabaretha hat gesagt…

Lieber Alexander,
vielen Dank für Deine lieben Worte.
Ich freue mich sehr darüber, wenn Dir meine Gedanken gefallen.
Im Moment kann ich leider keinen Kaffee aufsetzen, weil ich gerade auf einem UltraMind Training in London bin. (Der Kaffee schmeckt nur so lala, dafür gibts herrlichen English tea.)
Übermorgen bin ich wieder zu Hause...und dann ist der Kaffee gleich fertig ;-)
Danke für Deinen Kommentar,
alles Liebe,
besser und besser,
Gaba

Anonym hat gesagt…

Hi,
bist du Dir da sicher mit dem dass jeder Mensch Bilder vor seinem geistigen Auge entstehen lassen kann? Oder gibt es doch Krankheitsbilder die sich keine Bilder vorstellen können oder Bilder der Vergangenheit abrufen können? Ist dies auch während einer depressiven episode möglich?
Werde aber die Übung mit der Orange mal ausprobieren!
Alles Liebe
M.

Gabaretha hat gesagt…

Hi M.,
ja, ich bin mir sicher, dass jeder Mensch Bilder in seinem Inneren visualisieren und imaginieren kann. Ich beschäftige mich seit vielen Jahren damit und habe es vielen Menschen beibringen können. Was die depressive Phase betrifft, müsste ich genauere Informationen erhalten um eine Aussage treffen zu können. Wenn Du möchtest kannst Du gern mit mir per Mail oder Telefon in Kontakt treten.
Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg beim Imaginieren und Visualisieren und ein entspanntes und schönes Wochenende.
Alles Liebe,
besser und besser,
Gaba

Anonym hat gesagt…

Jeder kann visualisieren?

Mir ist erst nach jahren bewusst geworden, dass ich diese Fähigkeit in meiner Jugend verloren habe. Ich glaube zwar, dass die Bilder in meinem Kopf vorhanden sind, ich diese aber nich wahrnehmen kann.

In Krankheitsbildern von Depressionen wird oft beschrieben, dass die Bilder "einen Grauschleier" erhalten oder nicht mehr "klar gesehen" werden. Über einen vollständigen Verlust der inneren Bilder wird aber nie geschrieben. Meine Psychotheerapeutin "kann sich nicht vorstellen" dass ich keine Bilder in meinem Kopf habe. Alle meine Erinnerungen sind ohne bilder, ohne Klänge ohne Gerüche. Alle möglichen Hilfestellungen ("halten sie sich das immer vor Augen") laufen so ins leere.

Ich bin sicher das sich ein gesunder Mensch tatsächlich nicht vorstellen kann nur eine Stunde ohne Bilder zu verbringen und es für diese Menschen unvorstellbar ist, dass jemand sein inneres Auge nicht wahrnimt.

Es ist aber genau das, was ich seit jahren an mit beobachte.

Übungen wie die oben beschriebene mache ich immer wieder. Ich versuche mich an kleinikeiten zu erinnern. Suche sachen die einen grossen eindruck auf maich gmacht haben, genau s o wie ich immer wiederm al versuche einen Tennisball vorzustellen. Ichhabe dabei wenig Erfolg.

Persönlich glaube ich, das der Verlust der ineren Bilder ganz eng mit dem Verdrängungsmechanismus zu tun hat. und genau da beisst sich die Katze in den Schwanz.

Alle bekannten Methoden die bei einer Depression helfen sollen arbeiten mit Bildern. Im Moment wo ich die Bilder aber wieder wahrnehmen kann, bin ich nicht mehr depressiv.

Ichbin forh diesen Artikel gefunden zu haben. Es bestehen wenig Informationen wie man das Visualisieren üben kann. Ich wünschte mir mehr.
Nichts wünsche ich mir mehr, als meine Vorstellungskraft zurückzuerhalten.

Gabaretha hat gesagt…

Hallo Du,
leider kenne ich Deinen Namen nicht.
Vielen Dank für Deine Geschichte und Deine Worte.
Wie ich ja bereits in dem Blogpost geschrieben habe hat Visualisieren nicht wirklich mit dem "Sehen" zu tun.
In einem meiner Kurse hatte ich einen jungen Mann, der seine visuelle Vorstellungskraft durch ein schlimmes Erlebnis verloren hat. Mithilfe der anderen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen) konnte er Stück für Stück seinen visuellen Sinn wieder zurückgewinnen. Wenn Du "sinnlich" visualisierst, wird sich hoffentlich auch bei Dir die Fähigkeit innere Bilder zu sehen wieder stärken.
Wenn ich Dir helfen kann, lass es mich wissen! Auch gerne per Mail.
Ich wünsche Dir viele schöne und kräftige Bilder.
Alles Liebe,
besser und besser,
Gaba

Anonym hat gesagt…

"In Krankheitsbildern von Depressionen wird oft beschrieben, dass die Bilder "einen Grauschleier" erhalten oder nicht mehr "klar gesehen" werden. Über einen vollständigen Verlust der inneren Bilder wird aber nie geschrieben. Meine Psychotheerapeutin "kann sich nicht vorstellen" dass ich keine Bilder in meinem Kopf habe. Alle meine Erinnerungen sind ohne bilder, ohne Klänge ohne Gerüche. Alle möglichen Hilfestellungen ("halten sie sich das immer vor Augen") laufen so ins leere."
Genau das Problem hab ich auch bis jetzt haben mir auch keine Übungen geholfen

Gabriele Bauer hat gesagt…

Hallo Anonym,
vielen Dank für Deinen Kommentar.
Leider kann ich mir - ohne Dich und Dein Problem bei der Visualisierung zu kennen - keine echte Meinung bilden und auch nur eher allgemein gehalten antworten.
Viele meiner Klienten hatten ein ähnliches Problem und "glaubten" nicht visualisieren zu können.
In Wirklichkeit lief das Visualisieren (was natürlich nicht ausschließlich mit dem Sehen zu tun hat) mehr unbewusst - also im Verborgenen ab.
In tieferen Bewusstseinsebenen - also auf der Alpha oder möglicherweise auch der Theta-Ebene kannst Du den Zugang zu Deinen Visualisierungen finden. Hier hilft tiefe Entspannung - Und wenn Du selbst wahrnehmen kannst, wie Deine inneren Bilder aussehen, hilft das schon mal sehr. Weiter kann ich Dir empfehlen, Deinen sinnlichen Erfahrungen Aufmerksamkeit zu schenken. Lenke Deine Aufmerksamkeit auf ein Geräusch, einen Geschmack oder einen Geruch - aber bitte nicht gleichzeitig, sondern versuche ganz bewusst einen deiner Sinne auszuwählen - und später dann wieder einen anderen.
Falls Du weitere Information oder meinen Rat wünschst, freue ich mich, wenn Du Dich einfach per Mail oder Telefon mit mir in Verbindung setzt.
Good luck!
...und viele liebe Grüße aus dem Isartal,
besser und besser,
Gaba

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