10. März 2011

Glaubenssätze unter der Lupe

Was glaubst Du?
Warum glaubst Du das?
Welche Wirkung hat auf Dich, dass Du diesen Glauben hast?

Wie Du Deine Welt siehst und  wahr nimmst, wird zu einem beträchtlichen Teil von Deinen Glaubenssätzen bestimmt.
Viele Gedanken, Gefühle und auch Handlungen werden vom eigenen Glauben gesteuert.

Wie entstehen Glaubenssätze?
Glaubenssätze werden durch eigene Erfahrungen oder durch die Erfahrungen anderer (zum Beispiel: Erzählungen, Erziehung, Lesen, Fernsehen, Nachrichten) gebildet.
Im Gespräch wirst Du mit den Glaubenssätzen Deines Gesprächspartners konfrontiert und kannst die Glaubenssätze annehmen (Dich der Meinung anschließen) oder ablehnen - oder zumindest kritisch betrachten.

Negative Glaubenssätze, die Du ungefiltert und ungeprüft akzeptierst (z.B. aus Achtlosigkeit? Müdigkeit? Symphathie?) können Lebensqualität und Wohlgefühl empfindlich beeinträchtigen.

Beispiel
:
Donnerstags ist es gefährlich auf die Straße zu gehen.
Wenn Du diesen Glaubenssatz für wahr halten würdest (;-), müsstest Du Dich heute also besonders vorsehen und möglicherweise Deine Pläne ändern und zu Hause bleiben.
Vielleicht würde Dich dieser Glaubenssatz daran hindern etwas Wichtiges zu erledigen und Dich davon abhalten Deiner Arbeit nachzugehen oder Deine Liebe zu treffen.

Obiges Beispiel ist natürlich unsinnig und auf den ersten Blick als Quatsch zu erkennen.
Wie gehst Du mit Glaubenssätzen um, deren Inhalt Du nicht auf Wahrheitsgehalt prüfen kannst?

Vielleicht ist es hilfreich und nützlich für Dich wenn Du Dir verschiedene Arten von Glaubenssätzen mal etwas genauer betrachtest:
  1. Glaubenssätze über Ursachen:
    Was macht mich stark?
    Was tut mir gut?
    Was bringt mich vorwärts?
    Die negativen Entsprechungen solltest Du kritisch betrachten.
  2. Glaubenssätze über Bedeutung:
    Was bedeutet das für mich?
    Was ist für mich wichtig?
    Was brauche ich?
  3. Glaubenssätze des Seins:
    Wie bin ich?
    Bin ich immer so?
    ...oder bin ich nur gelegenlich so?
    Beispiel: Ich bin glücklich, weil....
    Auch hier solltest Du negative Aussagen sehr kritisch unter der Lupe anschauen.
Positive Glaubenssätze stärken Dein Selbstwertgefühl und erzeugen positive Gedanken.

Apropos Glaubenssatz!
Hältst Du das universelle Gesetz der Anziehungskraft für wahr - oder für einen ausgemachten Blödsinn?
Vielleicht kann Dir die Theorie der "self fulfilling prophecy" die Wichtigkeit Deiner positiven Glaubenssätze deutlich machen.

Übrigens:
Glaubenssätze lassen sich nach Deinen Vorstellungen anpassen und verändern, besonders wenn Du sie, tief entspannt, auf der Alpha-Ebene aussprichst.

Ich wünsche Dir gute Glaubenssätze, die zu guten Gedanken, Worten und Taten für Dich werden.
Besser und besser,
Gaba

Kommentare:

Ray Gratzner hat gesagt…

Liebe Gaba,

das Beispiel mit den gefährlichen Donnerstagen finde ich ein schönes Beispiel für limitierende Glaubenssätze.

Übrigens hat Monty Python viele Sketche darauf aufgebaut, merkwürdige Glaubenssätze zu produzieren wie z.B. gefährliche Linksabbiegerschilder usw...

Liebe Grüße Rainer

Gabaretha hat gesagt…

Lieber Rainer,
vielen Dank für den Hinweis auf Monthy Python. Als Sketch finde ich das wundervoll. Weniger schön finde ich die gefährlichen Linksabbiegerschilder, die es im Leben vieler Menschen tatsächlich gibt.
Alles Liebe und liebe Grüße,
besser und besser,
Gaba

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