6. Februar 2011

Sicher und beschützt II. - Selbstwert contra Angst

Was nimmst Du wahr, wenn Du Angst spürst?
Tritt Deine Angst plötzlich und unerwartet auf?
...oder schleicht sie sich ganz langsam an Dich heran?

Angst ist subjektiv (nicht physikalisch messbar) und entsteht (wie alle Gefühle) in der rechten Gehirnhälfte.
Der Versuch den Ursprung der Angst rational und logisch aufzudecken, muss häufig daran scheitern, dass der Ursprung und Auslöser häufig im irrational denkenden, unbewussten Persönlichkeitsanteil verborgen liegt.

Ist es nötig die rationale Ursache der Angst aufzulösen um frei von Angst zu werden?
Nach meiner Erfahrung lässt sich Angst am besten dort behandeln, wo sie entsteht.
Mit tiefer Entspannung auf der Alpha-Ebene, verbunden mit Kraft Deiner Vorstellung (Imagination), kannst Du auf Deine Angstgefühle positiv einwirken. (Falls Du die Alpha-Entspannung noch nicht kennst, kannst Du sie hier auf S.21 mit der UltraMind Center-Übung ausprobieren)
Wenn Du tief entspannt bist, wird es Dir viel leichter fallen, die Ursache der Angst zu erkennen und zu akzeptieren.
...und wenn Du Deine Angst erkennen kannst, wird es Dir leicht fallen sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und eine Position finden, aus der Du sie gelassen betrachten kannst.

Imagination gegen störende Angst:
Entspanne Dich.
Schließe Deine Augen. Atme tief ein und aus. (333-222-111)
Fühle wie sich angenehme Ruhe von Kopf bis Fuß in Dir ausbreitet...

Wenn Du Dich ruhig und entspannt fühlst, stelle Dir Deine Angst als Person vor.
Gib ihr in Deiner Vorstellung eine Gestalt und ein Gesicht. Gib ihr einen Namen.
Betrachte Deine Angst aus verschiedenen Blickwinkeln...und bring sie ins helle Licht, falls sie sich in Deiner Vorstellung im Dunklen aufhalten will.

Wie sieht Deine Angst aus? Stell Dir Deine Angst als normale Person vor und gib ihr Eigenschaften.
Mach Dir bewusst, dass Du in jeder Sekunde die Kontrolle über Dich und Deine Gefühle übernehmen kannst.
Deine Angst ist nicht böse oder schädlich, sondern erzeugt ausschließlich Gefühle in Dir, die im Moment unpassend oder unangenehm scheinen.

Kennst Du die Stimme Deiner Angst?
Sprich mit ihr, so als würdest Du mit einer Dir bekannten Person über Deine Befürchtungen und Gedanken reden.Frage sie, welche Absicht sie verfolgt..
Danke der Angst dafür, dass sie ursprünglich nur in der Absicht kam um Dich zu schützen.
Sag ihr in klarer Absicht, dass Du im Moment keinen Grund hast und dass Du sie jetzt nicht brauchst.
Versprich ihr, dass Du sie rufen willst, falls sich Dein Gefühl ändert.
Dann verabschiede Dich von Deiner Angst...und schicke sie fort.

Stell Dir vor, wie sich die Angst Schritt für Schritt von Dir weg bewegt....und beobachte, wie sie dabei kleiner wird (so wie in der Realität...)
Atme tief ein und aus...und spüre in Dich hinein. Du fühlst Dich besser als zuvor.

Angst ist oft ein Ausdruck von Unsicherheit und Zweifel.
Viele Menschen, die unter Angst leiden, zweifeln vorwiegend an sich selbst.

Mein Tipp:
Eine positive Einstellung zu Dir, kann Dir helfen, Angst zu besiegen.
Dazu gehört, dass Du Dich so annehmen kannst, wie Du bist.
Was Du an Dir selbst als ungenügend, schlecht oder schwach empfindest, gehört ebenso zu Dir wie Deine Fähigkeiten und die Seiten Deiner Persönlichkeit die Du als stark empfindest.
Akzeptiere dass Du Schwächen hast und gestehe sie Dir zu. Niemand ist perfekt!
Mach Dich frei und unabhängig von eigener Bewertung, indem Du lernst Dich zu akzeptieren.
Achte auf Deine Gedanken und sage "Stopp!"falls Dein "innerer Kritiker" Dich abwertet.
Du bist ein einzigartiger Mensch, den es so kein zweites Mal geben kann. Du darfst sein, wie Du bist!
Du kannst Dich entscheiden, womit Du Deine Gedanken füllen möchtest.

Lenke Deine Aufmerksamkeit auf alles was Du an Dir gerne magst.
Konzentriere Dich auf Vorzüge, Stärken und Fähigkeiten und sei dankbar für alles Gute was Du an Dir entdecken kannst. Die Energie folgt Deiner Aufmerksamkeit.
Sprich mit Dir ebenso freundlich und nett, wie Du mit Deinem Nachbarn sprechen würdest.

Affirmation für gesunden Selbstwert:
Ich bin so wie ich bin.
Ich akzeptiere mich und nehme mich an.
Ich darf so sein wie ich bin.
Ich treffe die Entscheidung, wie ich mich sehen (hören fühlen riechen schmecken) möchte.
Ich bin dankbar, dass ich ich bin und will niemand anderer sein.
Ich lerne mich jeden Tag besser verstehen und entdecke neue wertvolle Eigenschaften.
Ich fühle mich wohl in meiner Haut und lenke meine Aufmerksamkeit auf alles Gute und Schöne.
Ich freue mich über meine guten Gedanken und Gefühle und genieße mein Leben.
Danke für all das Gute, das ich sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen darf.
Ich liebe mein Leben und mein Leben liebt mich.

Übrigens:
Affirmationen wirken besonders gut, wenn Du sie auf der Alpha-Ebene denkst oder aussprichst.
Du sprichst dadurch Deine rechte (subjektive) Gehirnhälfte an und schaltest zeitweise den logischen Zensor und Kritiker aus, der sich in der linken Gehirnhälfte befindet.

Ich wünsche Dir das schöne Gefühl von Sicherheit, das dadurch entsteht, dass Alles mit Allem verbunden ist.
Besser und besser,
Gaba

Kommentare:

Ray Gratzner hat gesagt…

Liebe Gaba,

dieser Post hat es aber in sich. Eine Menge Stoff, der hilfreich ist.

Ich kann mir gut vorstellen Deine Übung bei meinem nächsten Angstgefühl anzuwenden. Für mich wäre auch die Frage wichtig, warum ich Angst in mein Leben einlade. Wieso lasse ich es zu, dass diese Person (aus Deiner Übung) mir so nahe kommt?
Liebe Gaba vielen Dank für diese Anleitungen...

Liebe Grüße Rainer

Gabaretha hat gesagt…

Lieber Rainer,
ich danke Dir für Deinen Besuch und Deine Wertschätzung. Ich freue mich sehr, dass Du vorbei schaust und meine Gedanken wert findest gelesen zu werden.

Witzigerweise schreibe ich gerade an Teil III. zum Thema Angst und darin soll es auch um das "Warum" gehen.
Meine Meinung: Das Warum ist objektiv. Angst dagegen entsteht auf subjektiver Ebene und daher nützt es nur wenig, das objektive warum zu begreifen.
Besser:
Was hilft?
Was tut mir gut?
Wie kann ich das Gute für mich finden?
Was kann ich tun? (!)

Für viele Menschen ist Angst ein unangenehmer und störender Begleiter von dem man sich aber ganz bewusst verabschieen und distnzieren kann.
Wie immer ist ein wichtiger Schritt dabei, das Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Ich wünsche Dir viele gute Gefühle und Sicherheit, die Du aus Deinem Inneren schöpfen kannst.
Alles Liebe,
besser und besser,
Gaba

Ray Gratzner hat gesagt…

Ja, der Teil drei war wirklich genauso gut wie eins und zwei. Tahnx a lot.

Liebe Grüße Rainer

angstfrei-leben hat gesagt…

Liebe Gaba,

nun bin ich aber gleich in diesen älteren Beitrag von Dir gesprungen.

Mir geht es momentan ja um sehr vieles besser. Sicher auch durch die Medikamente, aber mein Gefühl sagt, auch durch die Entspannungs-CD von Dir. Ich kann da total abtauchen und bin absolut entspannt danach.

Was die Personifizierung der Angst betrifft, gefällt mir das sanfte umgehen so wie Du es beschreibst wirklich als die effektivste Methode.

Was gerade neu für mich war, ist sie zusätzlich wegzuschicken und zu beobachten, wie sie dabei kleiner wird.

Das werd ich bei einer meiner nächsten ansgtbesetzten Situationen mit dazunehmen.

Du bist echt die Beste :-)

Tausend Dank liebe Gaba
Ines

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