31. Oktober 2008

Entspannt nachdenken = Meditation


Ist Meditation irgendwie unheimlich oder einfach "strange" für Dich?

Denkst Du manchmal über Dich und die Welt nach?

Hast Du schon mal versucht zu meditieren?

Oder ist es für Dich ganz selbstverständlich, Dich täglich in einem tiefen Entspannungszustand aufzuhalten?

Welche Erfahrung hast Du selbst mit tiefer Entspannung und Meditation gesammelt?


Bei dem Wort "Meditation" denken viele Menschen ganz automatisch an Glöckchen, Klangschalen, Räucherstäbchen, an fernöstliche Religionen und indische Worte.

Aber das ist nur eine Variante, die zugegebenermassen weltweit große Bekanntheit erreicht hat und von vielen Menschen praktiziert wird.

Das Wort Meditation hat aber viele verschiedene Anwendungsformen und wird ursprünglich von dem lateinischen Wortstamm "meditatio=Nachdenken" abgeleitet.

Typisch für Meditation ist der angenehme Entspannungszustand, der das Nachdenken begleitet - folglich könntest Du das Wort "Meditation" also auch ganz einfach mit "entspannt nachdenken" übersetzen.

Was brauchst Du zum meditieren?
Ein bisschen Zeit und (besonders am Anfang) einen ruhigen Platz - mehr ist für eine gute Meditation nicht nötig.
Sitzkissen, Räucherstäbchen oder Klangschalen sind nur schmückendes Beiwerk und auch die Sitz- oder Liegeposition ist Deiner eigenen Entscheidung überlassen.

Welche Vorteile hat Meditation?
  • Gesundheit
    Durch tiefe Entspannung stimulierst Du körpereigene Abwehrkräfte und stärkst Dein Immunsystem. Viele wissenschaftliche Studien belegen, dass Meditation förderlich für Durchblutung und Wohlgefühl ist.

  • Konzentration
    Dank Konzentration auf Dich und Deine Gedanken, übst Du täglich für den "Ernstfall". Ganz besonders in hektischen Zeiten oder Krisensituationen kann es sich vorteilhaft auswirken, wenn Du geübt bist Dich nicht ablenken zu lassen und auf das Wesentliche zu konzentrieren.

  • Bewusstsein
    Meditation schärft Deine Wahrnehmung und Dein Bewusstsein. Wer entspannt nachdenkt, kann Vorteile klarer erkennen und bessere Entscheidungen treffen.
    Wer sich von Stress und Hektik überrollen lässt, kann auf Herausforderungen reagieren, während der Entspannnte ruhig handeln (agieren) kann.

  • Fokussieren
    Wenn Du Deine Gedanken bewusst auf ein Thema lenkst (siehe die beiden vorstehenden Punkte) gelingt es Dir Deine Gedanken zu bündeln und zu stärken. Du wählst aus, was im Mittelpunkt Deiner Gedanken steht. Kleine, alltäglich auftretende Widrigkeiten kannst Du besser loslassen und aus dem Zentrum Deiner Gedanken verbannen.

  • Selbst- und Fremdeinschätzung
    Wer sich auf seine Gedanken und Gefühle konzentriert, kann sich und andere besser wahrnehmen und verstehen. Durch entspanntes Nachdenken wird es einfacher die innere Stimme, das Bauchgefühl bzw. die eigene Intuition zu fühlen.

  • Wohlfühlen
    Wer sich täglich entspannt fühlt sich wohler. Durch tiefe Entspannung werden die eigenen Energiereserven neu befüllt. Dein Alltag gestaltet sich wesentlich angenehmer, wenn Du tief entspannt und ausgeruht bist.

Ist Mediation religiös?
Nein. Meditation ist prinzipiell zu 100% religionsfrei und hat keine vorgegebenen Inhalte oder Dogmen, sondern wird häufig nur zu religiösen Zwecken benutzt und umfunktioniert.
Du entscheidest mit welchen Inhalten Du Deine Gedanken füllen möchtest.

Keine Zeit zu meditieren?
Eine Viertelstunde weniger Fernsehen oder etwas früher aufwachen können dieses Meditationshindernis sofort beseitigen.
Zeit zum Nachdenken kann in kurzer Zeit entscheidende Verbesserungen in Deinem Alltag bewirken.

Mein Tipp:
Nachdenken im Alltag:
Nimm Dir dreißig Minuten Zeit, um ganz entspannt über Dich und Dein Leben nachzudenken.
Stell Dir dabei sinnlich vor, was Du Dir wünschst und wie sich Dein Tag optimal gestaltet.
Leg Deine Aufmerksamkeit bewusst auf alles, was Dir gut, ehrlich, wünschenswert und angenehm scheint.
Energie folgt Deiner Aufmerksamkeit.

Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben!

Ich würde mich freuen, wenn Du mir nach einigen Wochen berichtest, welche Effekte und Veränderungen sich bei Dir durch entspanntes Nachdenken eingestellt haben.

Ich wünsche Dir angenehme Entspannung und gute Gedanken, die Du nach Deiner Meditation entspannt und erfolgreich im Alltag umsetzen und erleben kannst.

Besser und besser,
Gaba

Kommentare:

lover-of-life hat gesagt…

Liebe Gaba,

passend zu meinem Motto leben-lernen-lieben habe ich für mich folgende Morgenmeditation entwickelt:

Beim Einatmen denke ich: ICH LEBE MEIN LEBEN
(dabei beschreiben die Hände einen großen Kreis)
Ausatmen: ICH VERTRAUE DEM LEBEN
(dabei strecke ich die Arme nach hinten und weite die Brust)
Einatmen: ICH LERNE VOM LEBEN
(dabei mache ich mit den Händen eine schöpfende, einsammelnde Bewegung)
Ausatmen: ICH DANKE DEM LEBEN
(dabei falte ich die Hände vor der Brust wie beim Gebet)
Einatmen: ICH LIEBE DAS LEBEN
(ich überkreuze die Hände vor dem Herzen)
Ausatmen: ICH TEILE MEIN LEBEN
(die Handflächen öffnen sich weit nach vorne zu einer gebenden Geste)

Nachdem ich das etwa 20 Minuten gemacht habe, bin ich vollkommen entspannt im Hier und Jetzt und weiß wieder, worauf es an diesem und an allen anderen Tagen wirklich ankommt.

Liebe Grüße,
Jürgen

Dori hat gesagt…

Liebe Gaba,

die Meditation von Jürgen hat er kürzlich schon in meinem Blog hinterlassen, ich finde sie wunderschön.

Ich meditiere schon seit vielen Jahren täglich.
Allerdings schaffe ich es morgens wirklich nicht, da kann ich üben und üben und üben.
Erst heute morgen bin ich wieder so tief eingeschlafen, dass ich zu spät zur Arbeit kam :-)
Ich meditiere, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, und kurz vor dem Einschlafen.
Ich habe selbst eine ganze Reihe von Meditationen "erfunden", die mir guttun und die mich auf allen Ebenen entspannen.
Regenbogengrüße aus Neuss,
Dori

Ray Gratzner hat gesagt…

Liebe gaba, das war jetzt ein richtiger Meditationsmotivator. Je mehr Menschen sich diese Fragen stellen und für sich persönlich beantworten, umso besser.

@lover of life: Schön Dich wieder zu lesen...

LG Rainer

Gabaretha hat gesagt…

Lieber Jürgen,
vielen Dank, für Deinen Besuch und die schöne Übung.
Deine Ubung hört sich sehr angenehm, entspannend und auch gleichzeitig "zentrierend" an und hat ihren Zweck erreicht, wenn sie Dir hilft, Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Liebe Dori,
vielen Dank für Deine Meinung.
"Das kann ich nicht" - ist in meinen Augen nichts weiter als ein alter (vielleicht störender?) Glaubenssatz.
Folgender Tipp könnte Dir möglicherweise helfen "die Morgenblockade" zu lösen:
Sag Dir bei Deiner Medi vorm Einschlafen: "morgen werde ich ganz entspannt und erholt zwanzig Minuten früher aufwachen (also um ... Uhr) und in meiner Meditation viel Kraft und Energie für meinen neuen Tag tanken. - und so ist es!"
Als "alte Nachteule" hab ich mit dem früh aufstehen selber einschlägige Erfahrungen ;-))) und es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich davon überzeugen konnte, dass die Meditation morgens viel Kraft und Freude für den jungen Tag spendet.

Lieber Ray,
vielen Dank für die Zustimmung.
Wie ich in vielen Gesprächen feststellen durfte, gibt es viele Missverständnisse rund um die Meditation. Nach meiner Auffassung kann sogar bei einer Tasse Kaffee meditiert werden... wichtig dabei ist für mich nur die Entspannung und die Konzentration auf die eigene Mitte.

Ich wünsche Euch ein superschönes Wochenende mit viel Zeit für Entspannung und gute Gedanken in Eurer Mitte.

Alles Liebe aus dem Isartal,
besser und besser,
Gaba

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