3. April 2009

Sind Worte nur Schall und Rauch?


Kannst Du Deine Gefühle anderen gut verständlich machen?
Oder fällt es Dir schwer auszudrücken, was Du fühlst?
Wie reagierst Du, wenn Dir jemand seine Gefühle mitteilt?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, ein und die selbe Wahrnehmung (Empfindung) auszudrücken.
Worte können manchmal sehr hilfreich sein und Verständnis für eine Situation erzeugen. Im negativen Fall sind Worte aber auch bestens dazu geeignet, Missverständnisse oder sogar einen Streit hervorzurufen.
Wie immer liegt die Wahl bei Dir - Du entscheidest welche Worte Du benutzt.

Beispiel:
Du ärgerst Dich über einen Freund der zu spät zu einer Verabredung kommt.

Welche Worte würdest Du wählen, um Deinem Freund mitzuteilen, was Du bei seiner Verspätung empfindest?
Welche Wirkung erwartest Du, wenn Du Deine Gefühle mitteilst?

Mir sind folgende Vorschläge eingefallen:
  1. Du könntest Deinem Freund mitteilen, dass mangelnde Pünktlichkeit eine negative Eigenschaft und wenig hilfreich ist.
  2. Du könntest Deinen Freund maßregeln: "Immer kommst Du zu spät, das mache ich nicht mehr mit! Das lasse ich mir nicht mehr länger gefallen!"
  3. Du könntest Deinen Freund fragen, warum er zu spät kommt.
  4. Oder Du könntest Deinen Freund wissen lassen wie Du Dich fühlst: "Ich bin wütend, dass ich so lange auf Dich warten musste. Ich habe mir Sorgen gemacht...und ich finde es unhöflich, dass Du mich warten lässt...."

Nach meiner Ansicht sind die ersten beiden Beispiele bestens dazu geeignet einen Steit vom Zaun zu brechen oder zumindest die weitere Unterhaltung zu verderben. Erziehung (Beispiel 1) oder Vorwürfe (Beispiel 2) sind nach meiner Auffassung wenig nützlich um eine Situation zu verbessern. Beispiel 3 wird oft nur "rhetorisch" eingesetzt (eine Antwort wird meist gar nicht erwartet) und im Beispiel 4 findest Du die Worte meiner Wahl.

Meine Meinung:
Wenn es Dir gelingt, Deine Gefühle verständlich zu machen, hilfst Du Deinem Gesprächspartner eventuelle Stimmungswechsel verstehen zu lassen. Ein erklärendes Wort kann spannungsgeladene Situationen entschärfen und Verbesserung für die Zukunft bringen. Wie Deine Worte wirken erfährst Du, wenn Du versuchst, Dich für einen Augenblick in die Rolle Deines Gegenüber zu versetzen.

Mein Tipp:
Erforsche Deinen persönlichen Gefühlswortschatz.
Welche Gefühle kannst Du gut beschreiben und aussprechen?
Gibt es Momente in denen es Dir schwer fällt Deine Gefühle zu benennen?
Bei welchen Gefühlen bist Du sprachlos?
Spiele mit Deinen Worten und finde heraus, welche Wirkung sie erzeugen.

Ich wünsche Dir viele gute Worte - zum Hören wie zum Aussprechen,
besser und besser,
Gaba

Kommentare:

Dori hat gesagt…

Liebste Gaba,

bei positiven Gefühlen habe ich kein Problem, diese zum Ausdruck zu bringen. Mir fällt es leicht, Freude, Liebe und Glück in die rechten Worte zu packen.

Allerding habe ich sehr große Hemmungen, meine Wut oder meinen Groll jemand anderem gegenüber zum Ausdruck zu bringen, und sage dann lieber nichts, was nicht richtig ist, ich weiß.

Danke für diesen Hinweis, ich werde meinen Wortschatz noch einmal "überdenken".

Viele liebe Sonnengrüße
Dori :-)

Gabaretha hat gesagt…

Liebe Dori,
auch Wut oder Groll haben doch eine Daseinsberechtigung. Schließlich sind wir doch ganz normale Menschen und stehen mit beiden Beinen im Hier und Jetzt.
Ich danke Dir, dass Du meine Anregung aufnimmst und Deinen Gefühlswortschatz überprüfen möchtest.
Ganz herzliche Sonnengrüße aus dem heute wieder sehr schönen Isartal,
besser und besser,
Gaba

trinergy3 hat gesagt…

Liebste Gaba,
hm, da geht es mir wie Dori...
Denn selbst wenn ich meine negativen Gefrühle, wie etwa Wut, ohnedies in der Ich-Form rüber bringe, wird das sofort missverstanden... Es ist immer noch für alle Beteiligten nicht so leicht, mit negativen Gefühlen umzugehen...
Ich hätte auch gesagt, dass ich mir Sorgen gemacht habe, ob alles ok ist, aber ohne darauf zu achten, was MEINE Gefühle dabei sind... Noch viel zu lernen... Danke für diese guten Gedanken! :)
Liebste Sonnengrüße von Elisabeth

Gabaretha hat gesagt…

Liebe Elisabeth,
vielen Dank für Deine Gedanken.
Das Leben ist Lernen und das hört glücklicherweise nicht auf. Solange ich lerne, lebe ich ;-))
...und jeden Tag geht es besser und besser und besser ;-)
Ich wünsche Dir ein (ent-)spannendes Wochenende und schicke viele liebe Sonnengrüße ins schöne Wien.

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