23. August 2015

Die Sache mit der Weisheit

Bist Du ein Weiser?

Ich kenne kaum jemand, der das Attribut Weisheit für sich selbst in Anspruch nimmt. Und wenn jemand das tatsächlich tut, ist er meistens nicht besonders beliebt.
Allerdings kenne ich einige weise Menschen und wundersamerweise hat keiner den Titel "Weiser" vor seinem Namen auf seiner Visitenkarte stehen.

Ich finde, in unserer Kultur gibt es wenige Weise, aber dafür sehr viele Experten. Und bis zum heutigen Tag ist mir noch kein einziger Experte aufgefallen, der tatsächlich auch noch weise wäre.
Vielmehr wetteifern viele Experten, um mit ihrem angelesenen und gelerntem Wissen zu punkten. So geschieht oft, dass hinter einer Anhäufung von Titeln oder abgeschossenen Ausbildungen ganz automatisch auch der Glanz der Weisheit vermutet wird.
Aus meiner eigenen Erfahrung bin ich aber davon überzeugt, dass viel Wissen möglicherweise sogar als Hindernis zur Erreichung von Weisheit darstellen kann.

Wie käme es sonst, dass mir eine alte Bäuerin aus dem Nachbardorf weiser erscheint, als der Universitätsprofessor von gegenüber?

Ganz einfach:
Die Bäuerin kennt und schätzt das Leben.
Sie hat Geburt und Tod viele Male in ihren Ställen erlebt und auch selbst einige Kinder zur Welt gebracht. Sie weiß, wie wichtig gutes Essen für Leib und Seele ist, weil sie es Tag für Tag in ihrem Betrieb für andere Menschen erzeugt.
Und im speziellen Fall diesr Bäuerin kann ich sehen, dass sie nicht einen Funken Energie dafür investiert, um der Aussenwelt in einem anderen Licht als ihrem ureigenen zu erscheinen.
Und sie ist ehrlich. Sie verschenkt lieber eine zu klein geratene Zwiebel, bevor sie versucht ihrem Kunden weiszumachen, dass kleine Zwiebeln viel schmackhafter als große wären.
Sie macht sich keine großen Gedanken um ihre Zukunft, weil sie ausschließlich hier und heute lebt.

Und der Professor?
Der eilt jeden Morgen zur S-Bahn kurz nach Sieben, weil er wichtige Wissensbrocken für seine vermutlich noch nicht weisen Studenten in verdauliche Häppchen aufbereiten muss.
Er sitzt dann oft bis weit nach 19.00 Uhr im fahlen Kunstlicht seines Büros, denn schließlich hat er auch noch einen Forschungsauftrag zu erledigen. Und wie man ja weiß bringt ein Forschungsauftrag viel Geld.
Sehr deutlich lässt sich die fehlende Weisheit des Professors beobachten, wenn es um alltägliche Verrichtungen, wie beispielsweise Brot kaufen geht.
Der unweise Professor kauft dann halt irgendein Brot, das er zwischen zwei Vorlesungen gedankenlos in sich hinein isst.
Da seine Gedankenwelt so voll von unverdaulichen Wissensbrocken ist, bleibt kein Raum für Gedanken wie beispielsweise, dass das Brot gut ist - und auch ebenso wenig für Dankbarkeit.

Vielleicht fragst Du Dich jetzt, was das werden soll.
Natürlich gibt es weise Menschen - vermutlich auch unter Professoren.
Und wenig weise Bauern, die ohne Rücksicht auf Natur und Gesundheit nach Profit streben, kenne ich genug.

Mir geht es ausschließlich darum, Dich für den Unterschied zwischen Wissen und Weisheit zu sensibilisieren.
Mit diesem Text möchte ich Dich aufrütteln und Dich auffordern Dein Dasein zu lieben - ganz gleich an welchen finsteren Ort auf dieser Erde es Dich derzeit verschlagen hat.
Denn eine weitere meiner Beobachtungen hat mir gezeigt, dass Weisheit universell und keineswegs elitär verteilt wird.
Und genau deswegen brauchst Du Dir um Deine Weisheit keine Sorgen machen, nur weil Dir noch ein Zertifikat oder Zeugnis zur Bestätigung fehlt.

Es gibt gar keine Urkunde für wahre Weisheit und häufig wir ein wahrhaft weises Wort eher belächelt und kritisiert, als erkannt oder gar belobigt.
Und bezahlt und honoriert wird Weisheit schon gar nicht.

Also? Wie es es mit Dir?
Bist Du möglicherweiser schon einer von den unbekannten Weisen, die im Verborgenen blühen?

Oder strebst Du nach Weisheit?
Für diesen Fall möchte ich Dich zur Aufmerksamkeit und Umsicht mahnen.
Weisheit lässt sich nicht in fremden Meinungen oder angepassten Ideologien finden, mögen sie auch noch so weise anmuten. Auch eigene Anpassung an fremde Glaubenssätze oder Regeln führt in keinem Fall zur ersehnten Erleuchtung, sondern sorgt nur dafür, dass das eigene Licht unter dem Scheffel verschwindet..

Der für seine spitze Feder bekannte Komponist und Musiker Erich Ferstl drückte seine Ansicht über die Weisheit so aus:
"Manche Leute glauben sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, dabei war es doch nur Buchstabensuppe"

Ich meine:
Wahre Weisheit gibt es nur tief in Dir drin!

Über DEINE Meinung und Blickwinkel zum Thema würde ich mich sehr freuen.

Besser und besser!


21. August 2015

Wohlfühlrezept

Fühlst Du Dich wohl in Deiner Haut?

Ist Dir klar, dass Du ein wundervoller und einzigartiger Mensch bist, den es kein zweites Mal in der gleichen Ausführung geben kann?

Falls Du manchmal ins Grübeln gerätst, empfehle ich Dir folgendes Wohlfühlrezept:


Die Zutaten::

100 gr - ich weiß wer ich bin
100 gr - ich weiß was ich nicht bin
100 gr - ich weiß was ich will
100 gr - ich weiß was ich kann
100 gr - ich  weiß was ich brauche

Füge eine gute Handvoll freundlicher Gedanken dazu
und würze das Ganze mit einem kräftigen Schuss Lebenslust.
Eine Prise Dankbarkeit rundet das Aroma ab.

Mixe alles gut durch und lass es auf höchster Stufe mit Deiner inneren Wärme werden

Das Ergebnis schmeckt pur und noch besser mit der Beilage von Liebe, Freude und Vertrauen..

Übrigens:
Falls Du eine Zutat gerade nicht vorrätig hast, findest Du Sie garantiert in Dir drin.

Ich wünsche Dir viele gute Gefühle!
Besser und besser!

20. August 2015

ESP - Frage und Antwort

Obwohl das  ESP Video. nun schon ein "paar Tage" online ist, bekomme ich häufig Fragen dazu. Vielen Dank dafür.

Hier kommt eine kleine Auswahl der häufigsten Fragen und meine Antworten:



Wie kann ich mein ESP System einschalten? 

Dein persönliches ESP System kannst Du selbst durch Entspannung aktivieren und einschalten. Wenn Du tief entspannt bist und Dein Gehirn elektrische Ströme von 10 Hz (Alphawellen) erzeugt, verbessert sich Deine Aufmerksamkeit und Wahrnehmung - und damit auch Deine Möglichkeiten, Dein Verständnis und auch Dein Handlungsspielraum.


Wie funktioniert mein ESP System?
Wissenschaftliche Versuche mit meditierenden Menschen beweisen, dass die "Sprache des Gehirns" in kleinen elektrischen Strömen erfasst und verstanden werden kann.
Während einer UltraMind Meditation auf der Alpha-Ebene öffnest Du die Tür zu Deinem unbewussten Persönlichkeitsanteil und kannst wertvolle Informationen in Dein Bewusstsein bringen.
Dadurch hast Du Zugriff auf bessere Strategien und mehr Möglichkeiten, um Deinen Alltag besser und besser zu gestalten.


Woher weiß ich, dass mein ESP System aktiv ist?

Du weißt, dass Dein ESP System aktiv ist und fehlerfrei arbeitet, wenn sich in Deinem täglichen Leben die "guten Zufälle" häufen.
Du suchst nach einer Lösung und triffst zeitnah einen "Spezialisten" der ein ähnliches Problem schon bewältigt hat?
Du verpasst Deinen Zug, nur um anschließend einen wichtigen Menschen im späteren Zug kennen zu lernen?
Du hast keine Ahnung, wie Du ein Ziel erreichen kannst und findest umgehend eine exakte Wegbeschreibung?
Für mich ein deutlicher Hinweis auf ein gut funktionierendes ESP, das Dich mit den Informationen benötigt, die Du exakt in diesem Augenblick brauchst.
Gedanken werden zu Worten und Taten. Vieles, was zufällig scheint, erweist sich nachträglich als sinnvoll und passend.


Kann ich meine Gesundheit durch ESP verbessern?

Wenn Du Dein ESP nutzt, kannst Du bessere Entscheidungen treffen. Du weißt, was Dir gut bekommt, was Dir gut tut und ebenso, was Dir schadet.
Wie ein innerer Kompass ermöglicht Dir Dein ESP zu spüren, welche Nahrungsmittel für Dich und Deinen Körper gut sind oder was Du lieber meiden solltest.
Wenn Du mit Deinem ESP vertraut bist, arbeitet es wie eine Art "Frühwarnsystem" und zeigt Dir in sämtlichen Lebenssituationen präzise an, was für Dich passend und stimmig ist.
Übrigens: Die wirksamste Heilmethode ist nicht so gut, wie die Möglichkeit Gefahren und Risiken schon beim Entstehen auszuschalten! Das ESP System hilft Dir beim vorbeugen.

Für weitere Fragen stehe ich Dir natürlich gern zur Verfügung!

Ich wünsche Dir viele Vorteile mit Deinem ESP System.

Besser und besser!

8. Juni 2015

Kurzgeschichte

Gipfelbetrachtung aus der unteren Perspektive.

Kurzgeschichte von Gabriele Bauer

Als Antonia aufwacht ist sie nass.
Kalter Schweiß klebt auf ihrer Haut und sie kann fühlen wie er über ihren Rücken rinnt.
Angst ist seit Monaten ihr ständiger Begleiter.
Antonias Angst wächst kontinuierlich, seit sie weiß, dass die Polit-Elite unweit – nur knapp 80 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt - ein Treffen plant.
Und genau jetzt, an diesem Wochenende, ist es so weit. Sie kann die Hubschrauber hören, mit der die prominenten Staatsführer ins Schloss geflogen werden.
Bis zum Gipfel sind es etwa 80 Kilometer – und wie weit ist es bis zum Ende der Welt?
Ihre Zunge fühlt sich trocken und verwelkt an, obwohl sie ihren Mund gerade frisch mit Wasser gespült hat.
Wissen diese Menschen eigentlich was sie tun?
Sehen sie die Gefährlichkeit ihrer Handlungen nicht?
Matt lässt sich Antonia in ihr Kissen zurück sinken und dämmert im grausamen Griff des Gefühls der Machtlosigkeit vor sich hin.

Bernd schlägt die Augen auf und fühlt sich sicher.
Heute findet der G7 Gipfel ganz in seiner Nähe statt.
Froh gelaunt schlägt er die Bettdecke zur Seite und springt mit Schwung aus dem Bett.
Heute ist ein guter Tag!
Landstreicher, Gelegenheitsgauner und auch alle anderen Arten von Gesindel haben heute keine Chance. Alle Wege und Straßen in der Gegend werden schon seit Tagen überwacht und akribisch durchkämmt. Alle verdächtigen Personen werden gefilzt und registriert. Und auch manche Grenzen sind geschlossen. Zumindest werden Grenzgänger peinlich genau kontrolliert. Nepper, Schlepper und Bauernfänger haben heute keine Möglichkeit ihren unlauteren Machenschaften nach zu gehen.
Und sogar das Wetter passt. Die Sonne lacht.
Kein Wunder!
Schon seit geraumer Zeit hat merkt Bernd, dass das Wetter für wichtige gesellschaftliche Ereignisse, wie Fußballweltmeisterschaft oder Münchner Oktoberfest meist gut und passend ist. Bernd lächelt und ist hoch erfreut.
„Wäre doch klasse, wenn „die da oben“ technisch tatsächlich so weit sind, das Wetter zu bestimmen. Vermutlich haben sie für das gute Wetter gesorgt, damit die illustren Gipfelgäste aus aller Welt einen guten Eindruck von unserer schönen Gegend mit nach Hause nehmen können“, murmelt Bernd mit einem Hauch von Stolz vor sich hin.
Er genießt das prächtige Wetter genau so, wie das schöne Gefühl von totaler Sicherheit.
Vermutlich könnte sich heute nicht einmal eine Laus unbemerkt unter einem Blatt verstecken, ohne von einem der zahlreichen Überwachungstechniker oder einer Sicherheitskamera aufgespürt zu werden.
Fröhlich pfeifend geht er auf die Terrasse hinaus und schaut ehrfürchtig zum Gipfel hinauf.
Er hat nichts zu verbergen!
Seine Welt ist heute sicher und in Ordnung.

Gleich nach dem Aufwachen zieht Constanze ein paar achtlos herum liegende Kleidungsstücke an und  geht gleich mit dem Hund hinaus.
Der leuchtend blaue Himmel und das noch blasse Morgenlicht locken sie hinaus zu einem  frühen Spaziergang. Zum Frühstücken bleibt ihr keine Zeit und deshalb steckt sie sich eine Scheibe Brot für den ärgsten Hunger ein. Mit flottem Schritt verlässt sie  ihr Haus.
Sie will ganz schnell hinaus in die Felder und Wälder, bevor die angenehme Morgensonne sich in einen glühenden Hitzeball verwandelt.
Das leise Rauschen des Morgenwinds in den dichten Blättern und das Plätschern des kleinen Bachs, der sich als Nebenarm der Isar seinen Weg durch das Dickicht des Waldes bahnt begleiten sie.
Herrlich!
Constanze freut sich an dem saftigen Grün der Wiesen und an den bunten Blumen, die großzügig würzigen Sommerduft verströmen. Sie freut sich über ihren fröhlichen Hund, der mit großen Sprüngen freudig über die noch etwas feuchten Wiesen tollt. Und genau so freut sie sich auch über das eindringliche und laute Gezwitscher der Waldvögel, die genau wie sie, diesen warmen Juni-Tag genießen.
Allein die Hubschrauber, die alle paar Minuten über die blühende Pracht hinweg in Richtung Gipfel fliegen, stören die natürliche Ordnung.
Richtig heute tagt G7 auf dem Gipfel, fällt ihr plötzlich ein.
Und dann bemerkt sie, dass es ihr tatsächlich völlig egal ist, was dort oben geredet, beratschlagt und entschieden wird.
Genussvoll nimmt sie einen tiefen Atemzug der reinen Waldluft auf und will sich weder von Hubschraubern, noch von der Politik ihren Tag verderben lassen.
Sie glaubt ganz fest daran, dass Nichts und Niemand – und schon gar nicht ein globales Abkommen – den tiefen Frieden der Natur stören kann.

Dieter wacht mit dröhnendem Kopfschmerz auf. Die Helligkeit, die durch die Fenster herein bricht, tut seinen Augen weh. Sein Bauch schmerzt und ist aufgebläht – und auch alle anderen Körperteile fühlen sich so an, als wäre er gestern nackt über einen Schotterweg geschleift worden.
Schuld war natürlich nicht nur das Bier der vergangenen Nacht. Vermutlich war es die grüne Pille, die ihn herrlich einfach und direkt ins Wunderland transportiert hat.
Und auch wie alle anderen Drogen, die er schon kennt, hat die grüne Pille üble Nachwirkungen. Sein Mund brennt und die Zunge fühlt sich ausgedörrt an. Fast könnte er glauben, dem Verdursten nahe zu sein.
Wasser.
Ungeschickt tastet er auf dem Nachttisch herum. Kein Wasser weit und breit.
Jede Bewegung tut ihm weh. Trotz übermächtigem Durst kann er sich nicht aufraffen.
Schlaff wie ein nasser Sack lässt er sich resigniert zurück ins Bett sinken.
Alles was ihm in seinem Elend bleibt, ist die Sehnsucht nach der nächsten Pille und damit nach dem nächsten Rausch, der ihn zuverlässig und schnell zum Gipfel des Genusses bringt und ganz sicher von der Angst und den quälenden Gedanken um seine Zukunft fern hält.
Unfähig einen besseren Entschluss zu fassen, wird er gleich den Gipfel seines Schmerzes ertragen.

Elisabeth ist bereits seit knapp zwei Stunden auf dem Weg. Allen Warnungen der letzten Tage zum Trotz ist sie unterwegs, um gegen den G7-Gipfel zu demonstrieren.
Sie will ihre Meinung vertreten, für ihre Zukunft einstehen und dabei helfen, die Welt zu verbessern. Dieses menschliche Recht ist ihr wichtig und sie wird es sich nicht nehmen lassen.
Keine Widrigkeit, kein Verbot aber auch kein Versprechen kann sie davon abhalten, sich direkt ins feindliche Zentrum des Geschehens zu begeben.
Sie ist ganz allein im Auto, niemand wollte mit ihr zur Demo mitfahren - ausgenommen dieses unangenehme Gefühl, das sich immer wieder vom Magen aus in den Hals schiebt und  ihre Kehle zuschnürt.
Wann immer diese Angst hochkommt, versucht Elisabeth sie zu verjagen.
Sie kennt diese Angst. Sie begleitet sie auf jeder Demo und sie hat auch eine wirksame Strategie entwickelt: Wenn sie sich voll auf die gute Sache konzentriert und sich den Sinn ihrer Aktion in Erinnerung ruft, kann sie spüren, wie die Angst wieder nachlässt und schließlich, zumindest für eine kurze Weile, wieder verschwindet.
Immer wieder taucht die Angst  aufs Neue auf und versucht sie von ihrer Mission abzubringen. Und während die Landschaft an der Windschutzscheibe ihres Autos vorbeifliegt wird die Angst immer stärker und mächtiger.
Auch das kennt sie. Die Angst wächst, je näher sie ihrem Ziel kommt. Aber dadurch will sie sich nicht  abhalten lassen.
Elisabeth fährt in friedlicher Absicht. Ihr größter Wunsch ist, dass sich Frieden und Freiheit für alle Menschen ausbreitet,  aber ebenso weiß sie, dass nicht alle Teilnehmer der bevorstehenden Demo friedlich bleiben werden.
Elisabeth hat Angst vor einer Konfrontation mit der Polizei, vor dem Wasserwerfer oder auch einem harten Knüppel auf ihrem sensiblen Kopf. Deutlich spürt sie, ihre Angst vor der bevorstehenden Auseinandersetzung und dem Ärger, der unweigerlich damit verbunden ist.
Und diese Gedanken befeuern ihre Angst.
Während sich die Angst sich zu einem lodernden Feuer in ihrer Brust ausbreitet fährt sie weiter die schmale Gebirgsstraße in Richtung zum Gipfel.
Lässt sich Gewalt durch Gewalt verhindern?

Friedrich streckt sich und reibt sich genüsslich den Schlaf aus den Augen, bevor er sich mit einem kräftigen Ruck aus dem Bett wuchtet.
Die Sonne scheint! …und sogar an einem Wochenende!
Normalerweise regnet es eher an den Wochenenden. Die Sonne sieht er für gewöhnlich nur durch die getönten Scheiben seines voll-klimatisierten Büros.
Nach dem Frühstück will er erst einmal shoppen und den Kühlschrank mit frischen Delikatessen und Leckereien ordentlich auffüllen. Und danach könnte er ja eine kleine Spritztour in die Berge mit seinem funkelnagelneuen Cabrio unternehmen….
Jäh stoppt er seinen Gedankenflug. Mist! Dieser Plan taugt nichts.
Heute beginnt ja der G7 Gipfel.
Die Innenstadt wird garantiert voll von verstrahlten Demonstranten sein. An einen gemütlichen Einkaufsbummel ist da ja überhaupt nicht zu denken. Und auch auf den Straßen sind sicher jede Menge Chaoten unterwegs. Er erinnert sich, dass er eine Meldung gelesen hat, dass die Straßen in die Berge ohnehin gesperrt werden sollen, beziehungsweise strenge Kontrollen durchgeführt werden.
Nein! Auf Stau und Stress hat er heute überhaupt keinen Bock!
Er macht sich erst mal einen Cappuccino und verzieht sich mit dem aktuellen Wirtschaftsblatt auf seinen Balkon.
Auch das noch! Die aktuellen Börsenberichte sehen gar nicht gut aus. Die Anleger sind beunruhigt -  und auch das ist vermutlich eine Folge des Gipfels.
Die Ölpreise sind ja noch weiter in den Keller gesunken und nicht mal mehr Gold scheint eine echte Alternative zu bieten.
Hastig trinkt er den letzten Schluck aus und macht sich auf den Weg in sein Büro.
Sicher ist sicher!
Im Büro kann er die Börsen-Charts im Auge behalten und gegebenenfalls in Echtzeit reagieren, um einen möglichen Verlust abzuwenden.
Auf jeden Fall findet er weitaus attraktiver die Gipfel der Wertpapierkurse zu betrachten, als die Aussicht sich auf Begegnung mit wildgewordenen Weltverbesserern einzulassen.

Günter ist auch schon fast eine ganze Stunde unterwegs. Während oben im Nobelhotel die Weltspitze tagt, hat er die Aufgabe, die unten Verbliebenen zu unterhalten. Günter ist Musiker und verdient sein Geld durch Erzeugung von volkstümlicher Musik, die er auf den Tod nicht leiden kann. Als er den Zielort erreicht, tauscht er seine bequeme Jeans und T-Shirt gegen eine speckige Lederhose und ein rot kariertes Trachtenhemd und packt lieblos seine Instrumente aus. Auf dem Weg zur extra für diese Darbietung aufgebauten Bühne, wo er gleich den volkstümlichen Einheimischen geben wird, summt er einen alten Jazz-Standard. „Stella by starlight“ wäre ihm jetzt weitaus lieber, als der bayerische Defiliermarsch, aber er hat keine Wahl. Heute gibt es das volle Programm. Nicht mal die Option auf Verzicht der obligatorischen Kuhglocken bleibt ihm erspart.
Während er die Zuschauer auf den Gipfel der guten Laune bringt, sinkt seine Stimmung auf den Nullpunkt.

Hanna schaltet noch im Bett den Fernseher ein.
„Was trägt die Kanzlerin? Welche Speisen und Getränke werden den Mächtigen auf dem Gipfel gereicht?“, sind die Fragen, die Hanna schon seit Tagen beschäftigen.
Sie zappt durch die Kanäle und bleibt schließlich an einem Privatsender hängen, der dafür bekannt ist, die wirklich interessanten Ereignisse von Prominenten und Stars ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Sie hofft, dass der Moderator die wichtigen Geheimnisse des Gipfeltreffens lüftet.
Im Nebenzimmer verwandelt sich das Gelächter ihrer Kids plötzlich in Geschrei und schließlich lässt sich lautes Geheule hören. Sie ärgert sich: „Seid mal leise Kids! So kann man ja sein eigenes Wort nicht mehr verstehen!“
Dann zuckt sie hilflos mit den Schultern und  dreht den Ton an ihrer Fernbedienung lauter.
Aber auch das verbessert ihre Lage nur für wenige Sekunden. Dann erhebt sie sich mit einem schweren Seufzer und macht sich auf den Weg in die Küche, um ein Frühstück für ihre Blagen zu machen. Sie hadert ein wenig. Ausgerechnet heute, wo sie unbedingt die News sehen wollte, hat Herbert, ihr Partner Dienst. Die Lautstärke aus dem Kinderzimmer setzt sich unverändert fort.
Hanna wird sich die Gipfelberichte später in aller Ruhe auf dem Smartphone ansehen.

Ines will nicht aufstehen.
„Warum soll ich aufstehen? Niemand wartet auf mich! Auch wenn ich die nächsten drei Tage liegen bleibe, interessiert das auch keinen Menschen.“
Die Jalousien an ihrem Fenster sind herab gelassen und fest verrammelt. Nur in einem winzigen Spalt an der Ecke bahnt sich ein gleißender Sonnenstrahl seinen Weg.
Das Licht nervt!
Ines findet keine Ruhe.
„Von mir aus kann die ganze Welt in einem Abgrund versinken“ murmelt sie vor sich hin und dreht sich dann um. Sie dreht sich weg von dem störenden Lichtstrahl, der in ihr Reich eindringt und auch weg von dem Gipfel, der möglicherweise ihren Frieden bedroht.

Joachim ist bereits an der Arbeit. Seine Aufgabe ist es die Sicherheit zu gewährleisten und für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Gut ausgerüstet mit Stiefeln, starren Beinschützern, Helm und schwerer Sicherheitsweste versieht er seinen Dienst am Fuße des Gipfels. Noch ist die Luft erträglich. Noch ist alles friedlich. Aber die Sonne, die schon hell im Morgenlicht glänzt, lässt ihn ahnen, dass sich bald brüllende Hitze um ihn herum ausbreiten wird. Aber das wird ihn nicht aufhalten.
Tapfer – Schritt für Schritt – tut er seine Pflicht. Er hat klare Anweisungen und wird sich strikt an seinen Dienstplan halten. Komme, was wolle!
Nicht dass er nicht ab und zu über Sinn und Unsinn seines Tuns nachdenkt. Aber ändern wird sich nichts. Zuhause hat er vier Kinder, die er ernähren und kleiden muss und etwas Anderes hat er eben nicht gelernt.
Er wird durchhalten. Aufgeben oder Versagen ist für ihn nicht drin!
Die Kids sollen unbeschwert aufwachsen und – anders als er selbst – lernen dürfen, was immer sie interessiert. Einen Gedanken, der sich gerade einschmuggeln will, dass eben die Menschen, die er beschützt darüber entscheiden, ob sein Wunsch für seine Kinder in Erfüllung gehen kann, lässt er nicht zu.
Er ist verantwortlich für Sicherheit. Nicht mehr und nicht weniger.
…und sollte einer der Chaoten versuchen ihm zu nahe zu kommen, wird er nicht zögern.

Gaba sitzt an einem schattigen Platz in ihrem blühenden Garten. Schon seit einer Weile kritzelt sie Buchstaben, Worte und schließlich ganze Sätze in ihr kleines Notizbuch aus schwarzrotem Chinalack.
Sie ist sich durchaus der Gefahr bewusst, die an diesem Wochenende von den Entscheidungen der selbsternannten Mächtigen auf dem Gipfel ausgeht.
Angst hat sie nicht.
Sie hat verstanden, dass sie ein Teil eines Großen und Ganzen ist – quasi ein Rädchen in einem großen Getriebe mit vielen anderen Rädchen.
Sie weiß, dass der Motor nur störungsfrei funktionieren kann, wenn sich alle Rädchen wie vorgesehen drehen. Deshalb hat sie sich entschieden zu beobachten, anstatt aktiv in eine andere Richtung zu schwingen. Um aktiv zu werden, müsste sie verstehen und erkennen können, was richtig ist. Und ebenso müsste sie dann das Falsche sehen und entlarven.
Aber da es in ihrem Leben kein richtig oder falsch gibt, weil Licht auch immer Schatten braucht, beschränkt sie sich auf ihre Beobachtungen.
Schon vor vielen Jahren hat sie dem Materialismus den Rücken gekehrt und für sich statt des „Haben“ das „Sein“ gewählt. „Ich bin“ summt sie leise vor sich hin …und kritzelt weiter in ihr Buch.


Derweilen tagen die Menschen, die sich selbst als „elitär“ empfinden, obwohl kein Mensch sich über einen anderen erheben kann, weiter auf dem Gipfel.



28. Mai 2015

Lebensfreude 100%

Freust Du Dich?
Gibt es etwas, worüber Du Dich freuen kannst?
Lebst Du, wie Du leben willst?
...oder lebst Du einfach so vor Dich hin?

Alles was Du erlebst beginnt mit einem Gedanken.

Hast Du Lust auf Freude?

Mein Tipp:
Lass Dich zu 100 Prozent auf Deine Freude ein.
Die Energie folgt Deiner Aufmerksamkeit.

Suche in Allem Deine Freude!
Lenke Deine Aufmerksamkeit heute ganz bewusst auf alles, was Dir eine Freude bereitet.
Ist es eine schöne Tasse Kaffee?
Ein freundliches Wort?
Ein netter Blick - etwas Aufmerksamkeit?
Ist es die Blume, die vor Deinem Fenster blüht?Genießt Du das süße Nichtstun?
Hast Du etwas geschafft?
Eine Herausforderung bewältigt?
...oder vielleicht hast Du einfach eine gute Idee?

Freust Du Dich über Sonne und  Deine freie Zeit am Wochenende?

Ich wünsche Dir viel  Freude, wo immer Du sie finden kannst!

Besser und besser,
Gaba

8. April 2015

Gedanken zum außergewöhnlichen "Fall Middelhoff"

Eigentlich wollte ich das gar nicht wissen.
Aber ich kann nur schwer weg schauen, wenn ich wahrnehme, dass ein Mensch krank oder in Not ist.

Das unerfreuliche Thema an dem ich heute nicht vorbei komme ist der "Fall Middelhoff"- oder eher das, was dahinter liegt.
Der Fall Middelhoff ist für mich ein außergewöhnliches Beispiel, wie Seele und Geist den Körper krank machen können.

Für alle, die den Wirtschaftsteil nicht lesen und auch die Klatschspalten eher meiden, sind hier ein paar wichtige Eckdaten zur Person:
Thomas Middelhoff war ein erfolgsverwöhnter Wirtschaftskapitän in Top-Konzernen.
Von  1998 bis 2002 agierte er als Vorstandsvorsitzender des Medienkonzerns Bertelsmann AG und leitete von 2004 - 2009 die Arcandor Group (Quelle/Karstadt).
Im Juni 2009 verblasste der helle Stern seiner kometenhaften Karriere, als die Staatsanwaltschaft in Essen Ermittlungen wegen "Untreue" gegen ihn einleitete. Am 14. November wurde er vom Landgericht Essen wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei (!) Jahren Haft verurteilt und  aufgrund von Fluchtgefahr sofort in Untersuchungshaft genommen. Im Jahr 2008 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Handelshochschule in Leipzig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da ein Verfahrenseinspruch verhandelt wird.

Nun könnte man meinen, dass "Big T" wie er einst liebevoll genannt wurde, zur Ruhe und zum Nachdenken kommen könnte. Aber alles kommt ganz anders.

Erneut geistert der Name Middelhoff durch die Schlagzeilen der großen und kleinen  Gazetten und Medienunternehmen. Allerdings geht es diesmal nicht um die großen Geschäfte, sondern um Gesundheit.

Zitat aus der Süddeutschen Zeitung:
"Heute ist Middelhoff ein gebrochener Mann. Er wiegt nur noch etwa siebzig Kilo, hat Mühe, sich das Hemd zu knöpfen, einen Stift zu halten. Sein Gewebe an Händen und Füßen zerfällt, es gibt den Verdacht, dass er in der Haft an der seltenen Auto-Immunkrankheit "Chilblain Lupus" erkrankt ist." 

Weiter lässt sich in der Presse lesen, dass der Krankheitsverlauf möglicherweise mit einer Verletzung der Persönlichkeitsrechte zusammen hängt. Als Beispiel dafür wird erklärt, dass Middelhoff wegen angeblicher Suizidgefahr über 28 Tage alle 15 Minuten geweckt wurde.

Die Presse stellt nun allerlei Vermutungen an, ob Menschen aus Elite oder "Oberschicht" anders auf die Belastungen eines Haftvollzugs reagieren als "gewöhnliche" Menschen.

Mein Kommentar:
Ich möchte mich hier nicht mit einer "Schuldfrage" aufhalten, sondern die Krankheit von Thomas Middelhoff aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Es lässt sich nicht ausschließen oder aber beweisen, ob Herr Middelhoff durch die (sagen wir mal) außergewöhnliche Behandlung in der Strafvollzugsanstalt krank geworden ist. Allerdings möchte ich (ohne den Betroffenen werten zu wollen) anmerken, dass es sich bei Herrn Middelhoff zweifelsfrei um einen außergewöhnlichen Menschen handelt, der aus eigener Kraft viel in seinem Leben verwirklicht und erreicht hat, wovon andere Menschen nicht mal träumen.

Und eben diese außergewöhnliche Wesensart könnte auch eine außergewöhnliche Ursache für das körperliche Leid und die außergewöhnlichen Krankheitssymptome des Herrn Middelhoff sein.

Wenn ich den kometengleichen Aufstieg des Thomas Middelhoff betrachte, stellen sich mir folgende Fragen:
Was mag diesen Mann angetrieben haben, so dass er sich über sämtliche (normale) Widrigkeiten des täglichen Lebens hinweg setzen konnte?
Welche charakterlichen Voraussetzungen braucht ein Mensch, der sich spielend und schnell über (gesunde) Konkurrenz erhebt und in rasender Geschwindigkeit an die Spitze der Wirtschaft katapultiert?
Wie konnte es Thomas Middelhoff nur gelingen neben all den Herausforderungen, Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten sein "berühmtes" strahlendes Lächeln zu kultivieren?

Die Antwort ist sehr einfach.
Der Körper zeigt, wenn Geist oder Seele krank ist.
Und nach meiner Erfahrung tut der Körper das auf sehr phantasievolle und höchst unterschiedliche Art und Weise.

Im Fall des Herrn Middelhoff vermute ich, dass sein glänzender Aufstieg bereits ein unübersehbares Symptom einer schweren Erkrankung von Seele oder Geist sein könnte.

Außergewöhnliche Leistungen in Beruf, Sport oder auch in allen anderen Lebensbereichen haben oft eine zweite, dunklere und für die Öffentlichkeit weniger sichtbare Seite.
Sehr oft lässt sich beobachten, dass Menschen für außergewöhnlichem "Erfolg" auch außergewöhnliche Entbehrungen und Leistung erbringen mussten. Bei Hochleistungs-Sportlern lässt sich das ersehnte Ziel manchmal nur mit viel Schweiß, Tränen und sogar  Blut erreichen.

Aber zurück zu Herrn Middelhoff.
Welchen Einsatz, welche Energie musste er aufwenden, um sich selbst in die schwindelerregenden Höhen der Wirtschaft zu katapultieren?
Es ist denkbar, dass die zweite und dunklere Seite des Herrn Middelhoff aus schweren Selbstwertproblemen,oder einer Störung der eigenen Persönlichkeit besteht.

Und eben dies wäre auch eine nach meiner Ansicht stimmige Erklärung für die Ursache der aktuellen körperlichen Belastungen, an denen Herr Middelhoff leidet.
Da ihm im Augenblick nichts anderes übrig bleibt, als sich in sein "Schicksal" zu fügen, fehlt ihm jede Form der Bestätigung, die er vermutlich dringend braucht, um seinen "Motor" am Laufen zu halten.

Um Thomas Middelhoff zu helfen und seine Krankheitsbeschwerden zu lösen nützt es nichts, die gängigen (unmenschlichen) Praktiken des Strafvollzugs zu verändern.
Die Lösung finden wir in einer ganzheitlichen Betrachtung der inneren Ursachen, die Thomas Middelhoff in diese unerfreuliche und gefährliche Lebenslage gebracht haben. Herr Middelhoff braucht eine Möglichkeit zur Entspannung und eine außergewöhnliche Strategie, die ihm gestattet wieder Vertrauen aufzubauen und Kraft zu schöpfen.
Erst danach kann Auflösung erfolgen und echte Heilung einsetzen .

Ich wünsche Herrn Middelhoff viel Glück, denn das wird er sicher brauchen.
Da in unserer Gesellschaft sehr wenig von dem Wissen der Wirkung von Seele und Geist auf den Körper genutzt wird, lässt sich kaum auf einen guten Ansatz zur Genesung hoffen.

Übrigens:
Falls Du Dich für das Thema Psychosomatik interessierst, empfehle ich Dir einen (oder auch mehrere) Blick(e) zum Verein für psychosomatische Gesundheit.

Ich wünsche Dir gute Gesundheit und viele gute Gefühle,
besser und besser!

11. März 2015

Richtig und gut!

Fühlst Du Dich manchmal zu klein?
Oder vielleicht zu groß?
Oder zu schwach?
Oder zu hässlich?
Oder zu alt?


Ab sofort - jetzt und gleich - kannst Du das endlich sein lassen!
Du bist gut und richtig, so wie Du bist.
Genau so bist Du richtig und gut!

Und ich will Dir gleich zeigen, warum das so ist.

Alles was es gibt ist richtig und wird so gebraucht, wie es ist.
Wie könnte eine große Nase von einer kleinen Nase unterschieden werden, wenn es ausschließlich Nasen in gleicher Größe gäbe?
Und ob Du ein kleines Näschen, eine klassische oder eher stattlich große Nase Dein Eigen nennst, ist keine Gunst oder Schlag des Schicksals, sondern allenfalls die Bewertung des Betrachters.

Ein Spruch den ich gerade eben gelesen habe, hat mich zu diesem Blogpost inspiriert:
"Wenn Du älter wirst,
verstehst Du mehr und mehr,
dass es nicht darum geht wie Du aussiehst oder was Du besitzt,

sondern um die Persönlichkeit, die Du geworden bist."
Auf den ersten Blick wirken die Worte ja ganz nett,.
Wenn Du aber einen Blick länger und genauer darauf wirst, wird Dir sofort auffallen, dass es auch bei diesem zweifellos gut gemeintem Sinnspruch unterschwellig darum geht, Dich zu formen und zu konditionieren.

Wer ist der oder die, die beurteilt dass Du "älter" wirst.
Wann ist älter und wer hat das festgelegt? Was ist mit all jenen, die noch jünger sind? Müssen die noch lange warten, bis sie richtig werden?
Wer sagt, dass es darum geht, was Du hast oder wie Du aussiehst? Wer ist der Maßstab für Dich, nach dem Du Dich richtest und orientierst? Beziehst Du Dein Schönheitsideal aus den retuschierten und gefakten Medien? Und seit wann ist das "Haben" wichtiger als das "Sein"?
Und was ist schlussendlich eine Persönlichkeit?
Wer definiert, wie Du sein musst, wenn Du endlich eine Persönlichkeit genannt wirst?

Meine Meinung:
Du bist richtig so wie Du bist.
Und wer Dich so nicht wahrnehmen kann oder mag, der hat Dich schlicht und einfach nicht verdient.
Alle Konzepte die darauf abzielen, Dich zu bewerten und verursachen, dass Du Dich klein und unwert fühlst, führen Dich in eine Sackgasse - so lieb und nett sie auch gemeint sind!

Denn Du bist ein wunderbares, einzigartiges menschliches Wesen, das es in dieser Gestalt und Form nie ein zweites Mal geben kann.
Du kannst nur so sein wie Du bist und genau so bist Du richtig und gut!

Besser und besser,
Gaba

25. Februar 2015

Glück finden!


Wer sich auf die Suche nach dem eigenen Glück begibt, braucht oft viel Zeit, Energie und Geld. Das liegt daran, dass die eigene Vorstellung vom Glück mit den äußeren Lebensumständen gleichgesetzt wird.

Die perfekte Liebesbeziehung?
Der erfüllende Job?
Wohlstand und Luxus?

Wonach strebst Du?
Und was musst Du tun, damit Du fündig werden kannst?


Willst Du eine bessere Ausbildung machen, damit Du einen Platz in Deinem gewünschten Traumberuf erhaschen kannst?
Möchtest Du noch mehr Menschen treffen und kennen lernen, damit vielleicht der Traumpartner in Dein Leben tritt?
Oder musst du noch mehr arbeiten, bis Dir schließlich keine Zeit mehr bleibt das glückverheißende Geld auszugeben, das Du dabei verdienst?

Merkst Du, was geschieht?
Während Du Dein Glück planst, lenkst Du Deine Aufmerksamkeit – gewollt oder ungewollt - von Dir weg. Und genau dadurch, wird es für viele Menschen so schwer glücklich zu sein.

Der Grund dafür ist, dass es eben nur diesen einen einzigen Moment und Ort geben kann, wo Du Dein Glück spüren und genießen kannst.

Die gute Nachricht ist:
Dafür brauchst Du nicht warten, nicht verreisen und Dich auch nicht auf eine anstrengende Suche begeben.
Der einzige Zeitpunkt für Glück heißt JETZT und der passende Ort heißt HIER.
Es gibt keinen anderen Moment um Dich glücklich zu fühlen!
Glück aus der Vergangenheit nennt man im Allgemeinen Erinnerung und das Glück der Zukunft wird als Hoffnung oder Plan bezeichnet.

Aber wie es scheint, haben viele Menschen das vergessen.
Und das ist auch kein Wunder!
Lebenslang wurden wir darauf trainiert, dass Probleme und Herausforderungen nur im Außen gelöst und bewältigt werden können. Und auch alle herrlich vereinfachenden, technischen Fortschritte lenken Deine Aufmerksamkeit nach Draußen – und damit natürlich von Dir weg.
Du zweifelst?
Nun dann werde ich Dir einfach mal ganz schnell beweisen, dass es Glück nur JETZT und HIER gibt.
Schau dir nur mal die aktuellen Ereignisse an!
Konflikte, Krisen, Sorgen und Nöte beschäftigen das Alltagsgeschehen der ganzen Welt. Da gibt es Propaganda, Lügen, geheime Pläne und Terror – und all das, weil unterschiedliche Gruppierungen die Zukunft nach Ihren Vorstellungen gestalten wollen.

Und auf der anderen Seite gibt es Strömungen, die gern in die Vergangenheit zurück möchten, weil es damals den ganzen „Technikkram“ und die damit verbundenen Ablenkungen und Belastungen noch gar nicht gab. Aber waren die Menschen in der Vergangenheit wirklich glücklich?
Gab es nicht zu allen Zeiten Ungerechtigkeit und Armut?

Meine Meinung:
Außer, Hass, Streit, Gewalt und Einschränkung bringt das alles nichts.

Und warum lassen sich so viele Menschen auf diesen ganzen Wahnsinn ein?
Im „Neusprech“ nennt man das fehlende Authentizität.
Ich würde eher sagen, weil sie nicht mit sich selbst im Reinen sind. Weil sie nie gelernt haben, was es bedeutet den Augenblick zu leben und die zahlreichen Ablenkungen ihnen vorgaukeln, dass man noch etwas erreichen oder haben müsse, bevor man glücklich sein darf.

Noch etwas Wichtiges!
Lass Dir bitte nicht einreden, dass Du zu klein, zu jung, zu schwach oder unwichtig bist.
Der einzige Mensch der sein Glück erleben kann, bist Du selbst.
Hier und Jetzt!


Besser und besser!

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"Bunte Wapperl"

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