8. November 2008

Werte über den Wolken ;-)


Was ist für Dich wertvoll?
Hast Du eigene Wertvorstellungen?
Ist es für Dich wichtig, eigene Wertmaßstäbe zu kennen?
Bewertest Du alles was Du siehst, hörst, fühlst, riechst oder schmeckst?

Heute im Flugzeug saßen auf der Sitzbank hinter mir zwei Frauen und unterhielten sich über "Gott und die Welt".

Nun - ich müsste ja nicht zuhören - ich könnte einfach entspannt auf die Alpha-Ebene tauchen und die Geräusche aus meiner Umgebung abschalten.
Aber seltsamerweise wollte ich heute nicht und aufgrund der Gesprächslautstärke verstand ich jedes Wort:

"Eva ist zu dick" - "Franz kann nie zuhören" und "Karin ist eine Nervensäge"...erfuhr ich während unseres einstündigen Aufenthalts über den Wolken, mehr oder minder unfreiwillig und en detail.

Dass ich die Auffassung der beiden redseligen Frauen jetzt kenne, ist nicht weiter tragisch, denn schließlich kenne ich Eva, Franz und Karin oder all die anderen, die ebenfalls bewertet wurden nicht.

Meine Meinung:
Für mich ist es grundsätzlich positiv eigene Werte zu verfolgen und mein leben nach eigenen Wertmassstäben zu gestalten. Der Akzent liegt dabei auf "mein" und "eigen".
Eigene Werte können nach meiner Ansicht nicht beliebig auf Dritte übertragen und angewendet werden. Auch Du kannst ausschließlich für Dich entscheiden, welche Wertmassstäbe Du für Dich gelten lassen möchtest.

Offensichtlich verfügten die beiden Frauen über ein identisches (oder zumindest sehr ähnlich strukturiertes) Wertesystem. Durch die gegenseitige Bestätigung der Glaubenssätze sollte nach meiner Auffassung ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und Nähe erzeugt werden.

Was verändert sich durch Bewertung?
Allein durch Bewertung werden Tatsachen nicht zum Guten verändert.
Bewertung trägt aber dazu bei, die augenblickliche Situation nach eigenen Maßstäben zu erkennen.
Veränderungen und Verbesserung erfordern eine klare (sinnliche) Vorstellung vom erwünschten Ergebnis und erste Schritte in die gewünschte Richtung.
Aus Gedanken werden Taten und Dinge!

Übung:
Versuche drei Tage lang jede Form von Bewertung zu vermeiden.
Nimm alles so an - wie es ist.
Konzentriere Dich auf die Fakten und achte darauf, keine wie immer gearteten Schlüsse aus einer Begebenheit zu ziehen.
Nimm alles wertfrei und wertschätzend wahr, was sich ereignet, was Du siehst, hörst, fühlst, riechst oder schmeckst.
Konzentriere Dich auf die Einzelheiten Deiner Wahrnehmung und nicht auf Deine eigenen Glaubenssätze.
Diese Übung könnte dazu beitragen, viele hinderliche und störende Denkkonstrukte aus Deinem Alltag zu entfernen und Deine Wahrnehmung in Hinblick auf eigene Werte stärken.

Für mich gilt der Leitsatz:
Verändere was Du verändern willst,
...und wenn es sich nicht ändern lässt, verändere Deinen Blickwinkel.

Ich wünsche Dir ein wertvolles Wochenende und gute Gedanken, die positive Veränderungen auslösen.
Herzliche Grüße aus Berlin,
besser und besser,
Gaba

Kommentare:

andrea2007 hat gesagt…

Liebe Gaba, vielen Dank für diesen wert-vollen Beitrag und Gedankenanstoss. In meinem Kurs hab ich gelernt (und ganz neu war mir das nicht), bzw. im NLP geht man davon aus, dass jeder Mensch sein eigenes Modell der Welt hat (und keines besser oder schlechter ist, nur anders) und dass jeder Mensch nach seinem besten Wissen und Können handelt.

Weiterhin hab ich am eigenenn Leib erfahren, dass ich Glaubenssätze in mir habe, die gar nicht meine eigenen sind, sondern die hab ich im Laufe meines Lebens (vieles in der Kindheit) von anderen Menschen übernommen.
Dein Vorschlag, die eigenen Werte zu überprüfen, ggfs. zu verändern, ist Gold WERT (oh, schon wieder eine Wertung, wenn auch eine positive, grins) und ich versuche es, es ist gar nicht so ganz leicht für mich. Ich ertappe mich oft bei einer Wertung, schön jedoch dass es mir immer mehr bewusst wird.

Herzliche Grüsse nach Berlin und ein tolles Seminar für Dich und Deine Teilnehmer, Andrea

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Hallo Gaba!
"Werte" werden uns von Kindheit an vermittelt, von überallher, und wenn wir älter sind, kommen sie nicht selten aus dem Fernseher.
Ich glaube "eigene Werte" fangen an, wenn wir über die "gelernten" und "anerzogenen" nachdenken, sie in Zweifel ziehen, sie hinterfragen...
Aber es ist so viel einfacher "das" nicht zu tun, nachzuplappern, nachzuäffen.....Ist ja aber auch so gewollt, denn die Menschen sollen steuerbar, kontrollierbar sein.
Deinen "Leitsatz" finde ich völlig ok.weil ich es auch so halte, nur manche Dinge enden nicht mit dem Blickwinkel, wir müssen ja dann auch danach handeln, was oft schwerer ist. Da gibt es "einiges" zu überwinden, in uns selbst.
Viele liebe Grüße
Grey Owl

Gabaretha hat gesagt…

Liebe Andrea,
vielen Dank für Deine lieben Worte und Deine Zustimmung.
Ich finde, dass "Anderssein" und die Vielfalt das Leben bunt und interessant machen .
Viele hemmende Glaubenssätze sind tatsächlich fremd übernommen und möglicherweise veraltet und längst nicht mehr gültig und akzeptabel.
Vielleicht können Dir folgende Fragen (die ich für mich selber benutze) beim Aussortieren und "Entsorgen" helfen:
* Woher weiß ich das?
* Wer sagt das?
* Wem oder wozu nützt diese Aussage?
* Was bringt mir diese Annahme?
* Woran hindert mich dieser Glaubenssatz?
* Wie kann ich diese Aussage verbessern?


Liebe grey owl,
ein wahres Wort: Der Fernseher ist auch für mich denkbar ungeeignet um Werte zu schöpfen. Zum Glück hab ich keinen ;-)
Zur Umsetzung der eigenen Blickwinkel hätte ich auch ein paar Fragen anzubieten:
* Wer oder was hindert mich?
* Was befürchte ich?
* Was kann im schlimmsten Fall passieren?
* Welche Vorteile habe ich, wenn ich ...verändere?
* Was kann ich tun um die bestehende Situation zu verbessern?

Ich wünsche Euch einen guten Abend und einen schönen Sonntag.
Alles Liebe aus dem sehr lebendigen Berlin,
besser und besser,
Gaba

Grey Owl Calluna hat gesagt…

...noch mal Hallo!
Zu Deinen Fragen:
- ...nur ich selbst
- "nichts", weil ich ja nicht weiss, was kommt, wie andere reagieren, wenn "ich" den Blickwinkel ändere, und wenn´s nicht funktioniert, versuch ich´s noch mal,..mit dem Ändern..
-...das kein Verstehen zustande kommt, weil das Gegenüber nicht bereit ist den Blickwinkel zu ändern, oder auch nur annähernd drüber nachzudenken, oder auf mein Gesagtes einzugehen.
- Meißt kennt man das Gegenüber, hat sich schon seine Meinung gebildet, durch die gemeinsame Zeit. Aber ich versuche immer zu verstehen, warum Menschen so sind, wie sie sind, suche die Ursachen, auch wenn sie´s nicht tun. Vorteile: Ruhe und Frieden.
- soviel Versuche wie möglich, von meiner Seite aus, starten, bis ich merke es wird, und wenn alsolut nichts geht, dann lasse ich´s.

Dann wünsche ich einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße
Grey Owl

Gabaretha hat gesagt…

Liebe grey owl,
vielen Dank für Deine Antworten und ebenfalls einen wunderschönen Sonntag.
Alles Liebe,
Gaba

Ray Gratzner hat gesagt…

Liebe gaba, dies wst wieder einer von Deinen perfekten Posts, wo ich nicht weiß, was sollst Du jetzt noch ergänzen. Ich habe mich gefreut ihn zu lesen... LG Rainer

Gabaretha hat gesagt…

Lieber Ray,
vielen Dank für Deinen Besuch und Deine lieben Worte. Ich wünsche Dir einen strahlend schönen Sonntag.
Sonnige Grüße aus Berlin,
Gaba
(hier lacht bereits die Sonne von einem strahlend blauen Himmel)

Bitte bewerte mich!

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