21. September 2011

Fundstück: Glücksatlas 2011


Bist Du glücklich?
Was macht Dich glücklich?
Wer bestimmt für Dich, was Dich glücklich macht?
Ist Dein Glück von äußeren Umständen abhängig?
...oder wohnt Dein Glück in Dir?

In vielen Medien lässt sich derzeit über das Glück der deutschen Bevölkerung im aktuellen Glücksatlas 2011 nachlesen . Sortiert nach "Glücksfaktoren" wie Arbeit, Einkommen, Gesundheit und Wohnsituation , werden die Einwohner der unterschiedlichen Bundesländer gemäß ihrer Glücksgefühle "bewertet".

Laut der Überschrift des Glücksatlas, sind die Deutschen heute so zufrieden, wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Die glücklichsten Deutschen leben angeblich in Hamburg und werden mit 7,38 Punkten als "die glücklichste Region Deutschlands" bezeichnet, während die größte Unzufriedenheit in Thüringen herrscht und nur den "Glücksfaktor" von 6,45 Punkten aufweist.

Lässt sich Glück auf einer Skala messen?
Wird Glück von jedem Menschen gleich wahrgenommen und bewertet??
Wie und aus welchen Informationen entstand der Glücksatlas?
Aus welchen Quellen stammen die Informationen?
...und wer wertet (nach welchen Kriterien?) die Daten aus?

Folgende Angaben ließen sich über den Ursprung der Informationen finden:
"Der Glücksatlas 2011 basiert vor allem auf den Daten des sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Das SOEP führt seit 1984 jährliche, repräsentative Umfragen durch, in denen mehr als 12.000 Haushalte über ihre allgemeine subjektive Lebenszufriedenheit befragt werden. Die Kernfrage lautet: "Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, mit Ihrem Leben?" Antwortvorgabe ist eine Skala von 0 = ganz und gar unzufrieden; 10 = ganz und gar zufrieden. Der umfassende Fragenkatalog erfasst ökonomische, soziale und subjektive Variablen.." Weitere Informationen über die Herkunft der Daten findest Du hier

In einer Pressemitteilung habe ich folgende Aussage des Verantwortlichen gefunden:
"Die Deutschen sind heute so zufrieden wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr," sagt Professor Bernd Raffelhüschen. Die Finanzkrise von 2008/09 hat die Lebenszufriedenheit nur wenig getrübt. Mit einem Lebenszufriedenheitswert von 7,0 (auf einer Skala von 0 bis 10) sind die Deutschen heute so glücklich wie zuletzt 2001. Besonders erfreulich: Der Abstand zwischen Ost- und Westdeutschland beträgt aktuell nur noch 0,3 Punkte."

Meine Meinung:
Nach meiner Auffassung sagt das Ergebnis des Glücksatlas nur wenig darüber aus, wie sich die Menschen in Deutschland derzeit tatsächlich fühlen.
Andere Veröffentlichungen der täglichen News-Medien über Arbeitslosigkeit, Kinder- oder Altersarmut, aber auch den Gesundheitszustand der deutschen Bevölkerung sprechen deutlich eine andere Sprache.
Beispiel: Veröffentlichung vom 05.09.11 über psychische Gesundheit der Europäer.
Auch die Berichte aus der Wirtschaft und der stete Streit um Macht und Geld, der Tag für Tag in Politik und Wirtschaft ausgetragen wird, tragen nach meiner Meinung nicht zur Zufriedenheit und zum Wohlgefühl der betroffenen Menschen (die einen erheblichen Anteil der deutschen Gesamtbevölkerung ausmachen) bei.

Glück hat für jeden Menschen ein eigenes Gesicht.
Was den Einen glücklich macht, kann für einen anderen Menschen völlig bedeutungslos und unwichtig sein.
Nach meiner Erfahrung lässt sich subjektives Glücksempfinden nicht in objektiven Kriterien ausdrücken und ebenso wenig können (unbewusste) seelische Grundbedürfnisse in Umfragen ermittelt und statistisch dargestellt werden. Meine Gedanken zum Entstehen von Glück kannst Du hier finden.

Zum Thema Glücksatlas stellen sich für mich viele Fragen.

  • Wer gibt die Studie in Auftrag und warum?
  • Wer hat einen Vorteil davon?
  • Wer bezahlt die Kosten für Forschung und Herstellung?
  • Wem nützen die Ergebnisse?
  • Was verändert sich durch die Veröffentlichung des Glückatlas?

Falls Du Antworten für mich hast, würde ich mich über einen Kommentar oder eine Mail sehr freuen.

Ich wünsche Dir viel Glück, da wo Du es für Dich finden und genießen kannst.
Besser und besser,
Gaba

Kommentare:

Ray Gratzner hat gesagt…

Liebe Gaba,

das sind ja interessante Glückswerte und hat sich die Rosi aus Thüringen schon gemeldet, um die Glückswerte zu kommentieren?

Mir macht es Mut, dass die Finanzkrise nicht so durchgeschlagen hat, auf das Glücksgefühl. Aber vielleicht leigt es ja auch nur daran, dass die meisten Leuten nichts besitzen, was sie in einer Finanzkrise verlieren könnten...

Liebe Grüße
Rainer

Gabaretha hat gesagt…

Lieber Rainer,
interessant finde ich die "Glückswerte" auch, wenngleich mein Bauchgefühl etwas rebelliert.
Ob diese Statistik den Tatsachen entspricht? ...kann niemand wirklich wissen.
Aber vermutlich hast Du ja Recht: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit!
...und wenn der Glücksatlas für gute Gedanken sorgt, hat er gewiss sein Ziel erreicht.
Übrigens: Rosi aus Thüringen hat sich bisher noch nicht gemeldet ;-)

Ich schicke Dir ganz liebe Sonnengrüße aus der Isartaler Nacht und wünsche Dir viele glückliche Gefühle wie Du sie gern fühlen magst.

Besser und besser,
Gaba

Anonym hat gesagt…

Liebe Gaba,
für eine Entspannungstherapeutin bist Du sehr unentspannt - da wird gleich die große Verschwörung vermutet. Es ist meistens nicht schlecht, das Buch über das man sich beschwert, erst mal zu lesen. Da stehen Auftraggeber drin und auch die meisten Fragen zuzr Methodik werden erklärt. Dass die subjektive Einschätzung des Glücks erst mal problematisch aussieht, ist auch der internationalen Glücksforschung aufgefallen. Dennoch gibts weltweit 1000de Untersuchungen dazu. Aber ist nicht das Subjektive manchmal aussagefähiger als scheinbar objektive Zahlen wie das Bruttoinlandsprodukt. Genau von dieser Wohlstandsmessung nur nach Einkommen und Konsum will der Glücksatlas wegkommen. Die Glücksforschung zeigt übrigens, dass es bei der allgemeinen Lebenszufriedenheit eben doch Faktoren mit unterschiedlicher Effektstärke gibt. Arbeitslosigkeit z.B. ist keine Kleinigkeit, sondern trifft die Menschen schwer. Das kann man nicht abtun mit dem Satz, jeden macht halt was anderes unglücklich - im Schnitt sind diese Glücksfaktoren sehr aussagefähig für die Zufriedenheit der deutschen.
Schau Dir das Buch vielleicht wirklich erst mal an.
Grüße

Gabaretha hat gesagt…

Liebe/r Anonym,
vielen Dank für Deine Meinung und Deinen Blickwinkel.
Natürlich hast Du Recht. Ich habe den Glücksatlas tatsächlich noch nicht gelesen. Meine Gedanken bezogen sich ausschließlich auf frei zugänglichen Veröffentlichungen im Internet, mit denen ich mich beschäftigt habe.
Ob sich Glücks-Faktoren und das damit empfundene Empfinden verallgemeinern lassen, bezweifle ich. Das Beispiel Arbeitslosigkeit, das Du gewählt hast, ist sicher für einige Menschen ein schwer zu verdauendes Ereignis. Für andere Menschen könnte die Arbeitslosigkeit aber auch die Chance auf Verbesserung bedeuten. Wer arbeitslos wird, ist häufig auf der Suche nach neuen Impulsen und Ideen, durch die sich die persönliche Lebenssituation durchaus positiv verändern kann.
Ich bin der Meinung, dass Akzeptanz und erkennen, was tatsächlich ist, ein Schlüssel zur positiven Veränderung ist.
Gedanken werden zu Worten und Taten!

Was den "Glücksfaktor" der deutschen Bevölkerung betrifft, habe ich eine deutlich abweichende Meinung von den Erkenntnissen des Glücksatlas. Natürlich kann ich mich auch täuschen. Meine Meinung ist subjektiv und beruht ausschließlich auf meiner Wahrnehmung aus vielen Gesprächen mit den Menschen, die mir begegnen.

Übrigens: Ich finde, Du weißt Dich sehr gut in Szene zu setzen und Aufmerksamkeit zu erhalten. Mit Deiner Bemerkung, ich wäre "unentspannt", hast Du Dir meine volle Aufmerksamkeit, jedoch nicht meine Zustimmung gesichert.
Aus eigener Lebenserfahrung möchte ich Dir sagen, dass ich schon viele schöne Höhen aber auch tiefe Tiefen erlebt habe. Die Fähigkeit zur Entspannung hat mir in allen Situationen eine adäquate Lösung ermöglicht. Die Möglichkeit, sich auch in stressigen Momenten (wenigstens) für einen Moment mental auszuklinken und aus einem unbelasteten Blickwinkel zu schauen, hat mir in vielen komplizierten Augenblicken sehr dabei geholfen.

Entspannung hilft immer!

Ich wünsche Dir viele entspannte und glückliche Momente, wie immer Du sie fühlen und erleben kannst.
Besser und besser,
Gaba

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